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Claude Luethi Andreas Pistner
Eric Coignoux MALIK Marco Romegialli//WCH
Peter Gospodinov Manuel Ti Mathys Benjamin Solt
Colette Kinzler Reinhard Mesletzky Carin Studer
Jörg Langsdorf H.C. Ohl Gülbin Ünlü
Michael Lapper PISA73 Claudia Weber

 

Eric Coignoux

Regisseur, Fotograf, geb. 1968, lebt und arbeitet in Paris

SIG/PK4/M28

Radiographie

PHAESZ 

Radiographie

Privatbesitz

PHAEL

Radiographie

Diplom an der Ensad (Ecole Nationale Supérieure des Arts Décoratifs), Paris

Zahlreiche internationale Preise, u.a. Prix Ars Electronica 1994

Kurzfilme: Trashdance, No Sex, Mange.
Commercials: „Jungle“ für Electrolux, „Picasso“ für Citröen, und viele mehr

NEON:X ist eine Serie radiographischer Bilder und Installationen. PHAESZ ist die Fiktion einer lebendigen Person, abgebildet mit Hilfe realer, aber lebloser Gegenstände. Coignoux spielt mit Gegensätzen wie Bild und Wirklichkeit, Licht und Dunkel, Leben und Tod. Die visuellen Techniken Radiographie und Fotografie werden verschmolzen, um Mensch, Abbild und Wirklichkeit in Frage zu stellen und das Wesen der Menschlichkeit neu zu beschreiben.

Eric Coignoux ist ein international bekannter Filmemacher. Für seine oft surreal anmutenden Kurzfilme und Commercials hat er zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten. Am deutlichsten wird seine graphischer Anspruch im Animationsfilm „Trashdance“ (1990), der aus Einzelbildern mit einem Amiga 2000 Computer gestaltet wurde.

Parallel zu seiner Regietätigkeit hat Eric Coignoux seit 1998 drei fotografische Serien geschaffen: Neon:X, Crash und nsq. In der Ausstellung „unexpected“ waren Werke aus der Serie Neon:X zu sehen, die sich mit Tod, Waffen und Gewalt auseinandersetzen.

 

Peter Gospodinov

Maler, geb. 1974 in Bulgarien, lebt und arbeitet in Basel

Ohne Titel
2004

Mixed Media auf LW

40 x 60 cm

Trennung

2005

Mixed Media auf LW

150 x 90 cm

Akt
2005

Mixed Media auf LW

40 x 60 cm

Kunstakademie in Sofia, Klasse N. Maistorovs

Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland

Peter Gospodinov:

„Das momentane Erleben, das Hier und Jetzt sind zentrale Punkte in meiner Arbeitsweise. Die Bilder entstehen ohne Kompositionskizzen und konzentrieren sich auf die Entdeckung im Moment, wodurch sie einen lebendigen Charakter bekommen. Die Malweise ist vorallem expressiv, mit grösseren Beobachtungspausen zwischen den Malstufen. Ich bevorzuge diese Malweise , weil so die malerische Arbeit durch eine tiefere Reaktion geführt wird. Das Empfinden des Farbwillens wird von Nachdenken und Ueberlegung weniger gestört. Dafür kann in den Beobachtungspausen das Erleben, Empfinden und Denken zu einem Schlussergebnis kommen.

Mein Streben ist Bewegung in einer Zeitlosigkeit malerisch zu erreichen. Dynamik und Ruhe zugleich. Den zweidimensionalen Farbraum als real (realistisch-natura-listisch auf höherer Ebene) zu erleben und verstehen.
Bewusst lasse ich den Werken einen gewissen Freiraum, wo Möglichkeit zu individueller Interpretation entstehen kann.“

 

Colette Kinzler

Konzept-Künstlerin, geb. 1971, lebt und arbeitet in Zürich

Colette Kinzler entwart für „unexpected“ eine neue konzeptionelle Arbeit, die sich mit dem Thema Vergänglichkeit auseinandersetzt.

Eine Figurengruppe, aus hellem Wachs geformt, die einzelnen Figuren sehr fragil und verformbar, wird äusseren Faktoren, wie Sonnenlicht und Wärme ausgesetzt und beginnt sich mit der Zeit zu verändern zu verformen.
Dieser Prozess wird nicht künstlich beeinflusst. Es wird während der Ausstellungszeit geschehen.

Diplom (2005) in Gestaltung und Kunst,

an der HGKZ in Zürich

AUSSTELLUNGEN:
2005 Installation „Glücksfall“, Diplomausstellung, HGKZ Zürich

 

Jörg Langsdorf

lebt und arbeitet in München

Kuh / 550
2005

Acryl, Kreide, Digitaldruck auf Stoff

75x75cm

Springer 11
2010

Acryl, Digitaldruck, Farbstift

auf Leinwand

70x135cm

häSCHen
2008

Acryl, Lack, Kreide, Schellack auf Leinwand

140x145cm

Langsdorfs Bilder sind eine Art gemalte Collagen, die zwar figurative Elemente aufweisen, aber nicht die Wirklichkeit abbilden. Die Motive für seine Arbeiten nimmt der Münchner Künstler aus dem Alltag, aus Fotografien und Büchern und stellt das Material in einen neuen Zusammenhang.
Die Bilder sind Ergebnis eines komplexen malerischen Prozesses, der durch die verschiedenen Fundstücke initiiert wurde. Grundlage seiner Bilder sind immer Fotografien, mit denen er digital die Leinwand bedruckt. In weiteren Etappen verändert der 58-Jährige die Bilder, teils ergänzt er die Darstellungen mit Zeichnungen, übermalt sie mit Lasuren, setzt gezielt Farbtupfer und umgibt die überarbeiteten Fotos mit kräftigen Farbflächen. Wenn Jörg Langsdorf ein Bild malen will, geht er auf die Suche. Auf die Suche nach alten Fotos, Dias oder Zeitungsausschnitten. „Ich wähle vor allem Bilder aus, die man sich nicht ins Album kleben würde, die nicht in der herkömmlichen Weise schön sind“ sagt Langsdorf. Dabei verleiht die hohe Auflösung der Fotos den Bildern einen antiquarischen, teils sogar impressionistischen Touch. Der Eindruck von gemalten Collagen spiegelt sich auch in der Verwendung verschiedener Materialien wie Sprühlack, Einklebungen und Eisenpulver wider.
Langsdorfs Bilder wirken rätselhaft, aber dennoch meist heiter und faszinieren durch ihre vielschichtige Bildsprache. Reale Motive verlieren ihren ursprünglichen Sinn, schaffen eine neue Realität, das Bild selbst.

 

Michael Lapper

geb. am 14. Mai 1960 in München

Screen 2004
Platzgestaltung beim Landestheater Coburg
 
 

 

"Schwerpunkt meiner Arbeit sind die Bereiche Architektur und Kunst im öffentlichen Raum. Neben den freien künstlerischen Arbeiten entwickelten sich parallel "angewandte Bereiche", wie funktionale Elemente in der Innenarchitektur, Möbel- und Produktdesign. Freie und angewandte Bereiche überschneiden sich gelegentlich.

Daneben entstanden Arbeiten mit Medien wie Photographie und Video, digitaler Bildbearbeitung und typographische Anwendungen."


Zur Website von Michael Lapper

 

Claude Luethi

geb. 1986, lebt in Baden, Atelier in Wettingen

Akkordeonspieler

2011
Kugelschreiber auf Duroplast
50 x 70 cm

Büsi

2010

Aquarell

Cello

2011
Kugelschreiber, Duroplast
50 x 70 cm

Mit derselben Energie, mit der er grossflächige Wandarbeiten ausführt, widmet er sich kleinteiligen akribischen Kugelschreiberarbeiten. Mit aufs Minimum reduzierten Mitteln erzeugt er Raum und Tiefenwirkung, Materialität und Struktur.


„Das Gestalten kommt einem Abtauchen gleich in eine eigene Welt, die in dieser Art nur mir zugänglich ist: Dinge zum Leben erwecken - meiner Liebe zu gewissen Dingen ihren eigenen Charakter geben.


Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. Stroke in München und Berlin
Freier Illustrator, Technik: Kugelschreiberzeichnungen

 

MALIK

geb. 1977, lebt in Zürich, Atelier in Schönenwerd

Battle Cry

2010
Spraydose auf Leinwand
90 x 90 cm

IndustrialBot2

2010

Collage auf Holz
60 x 70 cm

Massenproduktion

Spraydose auf Leinwand

80 x 80 cm

1992 entdeckt er das Graffiti für sich. Autodidakt. Seit 2000 freischaffender Künstler und Gestalter. Gründet die Kunstagentur malikarts.
Art Clash Winner 07


Inhalte: Auf der Suche nach der Grenze zwischen Anziehendem und Abstossendem, zwischen Natur und Zivilisation und den Feinheiten menschlichen Verhaltens. Fremde Welten und andersartige Figuren faszinieren ihn.


Technik: Aerosol Art, Fineliner, Acryl, Öl, Bleistift, Skulptur und Objekte

 

Manuel Ti Mathys

geb. 1979, lebt und arbeitet in Aarau

Frau Hannya three Hannya two

Ti‘s kreative Wurzeln und Schaffenskraft haben ihren Ursprung in der Comixkultur der 90er Jahre, welche bis heute Inspiration und Motivation seiner illustrativen Arbeiten ist. In diesen Bilderwelten aufgewachsen sucht er heute durch geschicktes Mixen verschiedenster, illustrativer Hintergründe seine eigene Linie.
Sein Stil besticht durch klare Linien, einfache Formen, ausgeprägte Farben gepaart mit objektiven Stilmitteln aus Comix, Grafitti, Tattoo und Grafikdesign. Umgesetzt für den Druck, den Bildschirm oder auf organischen Untergründen wie Karton oder Leinwand.

 

Reinhard Mesletzky

Bildhauer, Metall-Designer, geb. 1952, lebt und arbeitet in München

Sie

Im Gegenwind

Bischof


Neben seiner Tätigkeit als Designer verwendet Reinhard Mesletzky Metall auch für Skulpturen. Er gestaltet überwiegend figurative Skulpturen, aber auch abstrakte Installationen.

Seine Herangehensweise ist hier eine andere. Im Gegensatz zu den Designobjekten, mit ihrer perfekten Oberfläche, wird in seinen Skulpturen die Kraft und Gewalt, die in der Bearbeitung liegt, sichtbar.


Zur Website von Reinhard Mesletzky

 

H.C. Ohl

Inhalt kommt noch...

     
     

 

PISA73

lebt und arbeitet in Berlin

“IMG_5309″

2010
Spraydose auf Holz

70 x 50 cm

Überfrau 1&2 (Diptychon)

2010

Sprühlack / Acryl auf LW

2x120x200cm

All Things Considered 2011
Spraydose auf Karton
50 x 84 cm

1990: beginnt Graffiti zu malen, 2001: Diplom in Visueller Kommunikation
Ausstellungen im In- und Ausland, 2007: eröffnet Galerie Superplan in Berlin.


Die perfekt ausgearbeiteten Schablonen erzeugen eine fast fotografische Oberfläche, die durch den vielschichtigen Farbauftrag an Expressivität gewinnt. Er erschafft Kunst aus Themen, die die Welt vergisst, und stellt sie dar auf Materialien, die nichts wert sind oder weggeworfen wurden. „Ich versuche mit meinen Arbeiten die Aufmerksamkeit auf Übersehenes und gering Geschätztes zu lenken und suche nach Ästhetik in Personen, Dingen und Situationen, die gewöhnlich negativ bewertet werden.“

 

Andreas Pistner

geb. 1980, lebt und arbeitet in Wiesbaden

Auf, weg & davon

2010

Aquatinta
30 x 37,5 cm

Das Foto

2010

Radierung
30 x 50 cm

Schweinepriester

2007
Aquatinta

16 x 20 cm

Kommunikationsdesigner, seit 2000 freischaffender Künstler
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. Stroke mit Intoxicated Demons
2007: 1st price „Student Animation“ Go East festival für Animationskurzfilm „Ein Spiel unter Freunden“, seit 2008 diverse internationale Nominierungen.
2010 eröffnet er die „HessischeStaats Galerie“ in Wiesbaden.

Die Ausstellung "Zeitgenossen" zeigte Wesen aus einer Phantasiewelt des Wiesbadener Künstlers, die aus einem Science Fiction oder aus einem gentechnischen Alptraum stammen könnten.
Pistner kommt ursprünglich aus der Streetart-Szene, in der er sich einen Namen gemacht hat. Während seines Studiums hat er die Technik der Aquatinta-Radierung kennengelernt, die sehr aufwändig in der Herstellung ist und durch Künstlern wie Goya oder Miro bekannt wurde. Diese Methode erlaubt nur Abzüge in sehr limitierter Auflage. Auch wenn Pistners Zeitgenossen in alter Technik entstehen, sind sie inhaltlich näher an der Street oder Urban Art. In seiner Auseinandersetzung mit klassischen Werken, wie zum Beispiel Dürers "Ritter,Tod und Teufel", oder alten chinesischen Märchen, werden diese humorvoll neu interpretiert.

 

Marco Romegialli//WCH

geb. 1986, aus Ennetbaden, studiert in Bern

Patrone in Bernstein

2011

Scharfschützenpatrone, Kunstharz

30 x 30 cm

Soldat,

2011
Bleistiftzeichnung


160 x 105 cm

Matter of Opinion

2010

Skulpturmodell aus Holz

im Verhältnis 1:1

220 x 150 x 20 cm

Hochschule der Künste Bern, vorher Grafikdesigner, bekannt unter dem Pseudonym WorkingclassHero für gesellschaftskritische Zeichnungen, Collagen, Siebdrucke.

Seit 2007 zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland neu unter eigenem Namen, damit verbundener Stilwechsel. Dem WCH-Motto „Systemtreue Wesen“ treu geblieben, beschäftigt er sich mit der Welt der Manipulation und des Konsums. Charakteristisch die Präzision der fotorealistisch nüchternen Darstellung, die mit der Absurdität der Inhalte kontrastiert und so auf den Betrachter irritierend wirkt.

Technik: Zeichnung, Skulptur - „ständig im Wandel, ein Gemisch aus Hand und Digital“

 

Benjamin Solt

geb. 1987, lebt in Baden, Atelier in Wettingen

Love, Peace & Unity, 2011
Beton bedruckt
140 x 30 x 30cm
Day & Night

Neben seiner starken Affinität zu Farbexperimenten, die seiner Ausbildung zum Farbgestalter entgegenkommt, experimentiert er auch mit Beton und dessen Oberflächengestaltung.
Wir zeigen ein bedrucktes Wandtriptychon in sehr reduzierter Ausführung.


Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. Stroke in München und Berlin
Inhalte: vom Material ausgehend, mit Form und Farbe spielend

 

Carin Studer

Malerin, Lithographin, geb. 1961 in Zürich, lebt und arbeitet in Luzern

Furka 4

Mehrfarbendruck

 

1983 Zeichen- und WerklehrerInnen-Diplom, Schule für Gestaltung, Luzern
seit 1999: Dozentin für Gestaltung und Drucktechnik an der HGKL, Luzern
2007: Diplom in Videokunst, HGKL, Luzern

Eugen Bollin über Carin Studer:
„Mögen die Eindrücke der Malerin landschaftlicher Natur sein, sie bleiben nie im Örtlichen oder Episodischen stecken, sie lokalisieren kaum, typisieren vielmehr. Geographische Orte werden so zu Orten menschlicher Befindlichkeit, Aussenbilder transzendieren, werden Innenbilder der Malerin. So werden Ausgangspunkte wie Fels, Quell, Erde, Sediment, Gletscher in einen formalen und farblichen Umwandlungsprozess einbezogen, der beim fotografischen oder skizzenhaften Notieren beginnt und mit der äusseren Wirklichkeit die innere subjektive anstrebt.
Solche Abläufe gestalten sich dialektisch im Sinne von Pol und Gegenpol, von Wärme und Kälte, Ruhe und Bewegung, unten und oben, aussen und innen. Entsprechend bearbeitet Carin Studer ihre Blätter, Bretter und Tafeln: sie legt sie auf den Boden, ritzt, kreidet, schichtet (...) und nähert sich so naturhaften Abläufen an. Vielleicht sind es Annäherungen an eine Landschaft: sie ist draussen und zugleich in ihr, der Malerin, selbst.“

 

Gülbin Ünlü

geb. 1976, lebt und arbeitet in München

you have, 2011
Spraydose auf Holz
30 x 42 cm
Love, 2011
Spraydose auf Holz
30 x 42 cm

I have

2011
Spraydose auf Holz
30 x 42 cm

a secret
Spraydose auf Holz
30 x 42 cm

Seit 2007 Künstlerduo „SQUARODYNAMIC“, zusammen mit Jarek Piotrowski.
Ausstellungen in Deutschland, Istanbul und Paris.


Sie arbeitet nicht programmatisch, sondern versucht intuitiv den aktuellen Zeitgeist wiederzugeben. In auf schwarz/weiss reduzierten Grafiken sorgen Texteinsprengsel für eine weitere assoziative Ebene. Ihre Figuren wirken zerbrechlich aber hintergründig. Man weiss nie, ob sie in ihrer Verletzlichkeit auch zubeissen können.


Technik: Computergrafik, Marker, Wandarbeiten in Schablonen und Spraytechnik

 

Claudia Weber

geb. 1976 in Traunstein, Atelier in München

O.T. (Bambi)

2010
Öl auf Leinwand

180 x 160 cm

hunting hippo

2008

Öl auf Leinwand
1,80 x 1,60m

Hubertushirsch I

2009
Öl auf Leinwand

140 x 100 cm


Claudia Webers Bilder wirken zunächst durch ihre Farbigkeit. Farben werden bei Weber nicht realistisch eingesetzt, sondern um Räume darzustellen. Im "Happy"- Zyklus enkleidet sie die transparent dargestellten Tiere bis auf das reine Volumen und zeigt so den Raum innerhalb des Körpers und seziert gleichsam die Oberfläche. Hierbei geht es ihr nicht um rein formale Innovation, sondern um kritische Bewusstseinsveränderung. In Bildern wie "In the Woods" ist es nicht ein realistisches Reh, das in der abgebildeten Lichtung steht, sondern ein schablonenhaftes Bambi als Beispiel einer verzerrten, vermenschlichten Tierdarstellung. Diese kontrastieren mit entfremdeten Abbildungen von Jagdtrophäen.

2008 setzte sie sich intensiv mit der malerischen Tradition von Jagdszenen auseinander - über Jahrhunderte ein wichtiges Genre in der Malerei, meist idealisierend in der Darstellung. Weber geht es nicht um die Abbildung von Realität, sondern um einen neuen Blick auf diese. Bezieht sie sich in ihren Bildern auf klassische Werke, wie z.B. "Nilpferdjagd" von Rubens, sucht sie dabei nach Bezügen zur Malerei heute.

Im Werkstipendium in Japan 2009 entstand der "Happy"-Zyklus. Auch hier geht es Weber nicht um die reine Abbildung, sondern um einen neuen Blick auf diese. Ihre Arbeiten befassen sich mit dem Thema Raum und den Möglichkeiten, sich malerisch damit auseinanderzusetzen. Transparent dargestellte Tiere zeigen den Raum innerhalb der Körper, die Hervorhebung des Skeletts dient der Verfremdung. Auch die Farben werden nicht realistisch eingesetzt, sondern hinsichtlich ihrer Raumwirkung. Oft erschliesst sich die Abbildung erst auf den zweiten Blick. Claudia Weber spielt mit dem Kontrast der süsslich kitschigen Tierdarstellung und der fast gruselig anmutenden Darstellung der Skelette der Tiere.